Grunddüngung Raps

 

 

Entzug ca. kg/dt

Bedarf Versorgungsstufe C

Körner und Stroh

Korn

bei 45 dt/ha Ertragserwartung

(Ertragsklasse "hoch")

davon im Korn

P2O5

2,44

1,80

110

80

K2O

5,00

1,00

225

45

MgO

0,9

0,50

40

22

 

Der N-Düngungsbedarf kann mit Hilfe des Programmes N-Düngebedarfsermittlung nach SBA ermittelt werden.

 

Stickstoff Winterraps nimmt nach der Saat bis zur Vegetationsruhe ca. 40 bis 100 kg N/ha auf. Eine Herbstgabe ist auf Standorten sinnvoll, auf denen der Raps in seiner sensiblen Jugendentwicklung nicht in Gang kommt, die Strohrotte gefördert oder eine verspätete Aussaat kompensiert werden muss. Zur Beurteilung des Düngebedarfs kann die Rapspflanze selbst dienen: (20.09. sollte die Rapspflanze 4 Blätter ausgebildet haben bzw. Anfang Oktober eine Wurzelhalsdicke von 4 mm aufweisen).
Schwefel Winterraps benötigt etwa insgesamt 50 bis 60 kg S/ha. Berücksichtigt man die Einträge aus der Luft und aus der Bodennachlieferung, verbleibt ein Restbedarf von ca. 30 bis 50 kg/ha S, der mineralisch oder organisch ergänzt werden muss, davon ca. 10 kg S/ha im Herbst. Das Verhalten des Schwefels im Boden kann mit dem des Nitrats verglichen werden (u.a. Verlagerung in tiefere Schichten während der Vegetationsruhe mit dem Sickerwasser). Der Hauptbedarf an Schwefel besteht während des Längenwachstums. Es bietet sich somit an, den Schwefel bei der ersten N-Gabe über einen schwefelhaltigen Stickstoffdünger zum Vegetationsbeginn mit zu düngen. Auch bei Einzel-S-Düngern ist auf eine zeitige Ausbringung zu achten, insbesondere wenn der S in Elementform gegeben wird.
pH-Wert und Mg Der Raps benötigt ein feinkrümeliges gut abgesetztes Saatbett. Diese optimale Krümelstruktur wird im Boden erst bei einem optimalen pH-Wert erreicht. Gleichzeitig kann der hohe Magnesiumbedarf der Rapspflanze durch Düngung magnesiumhaltiger Kalke abgedeckt werden. Andernfalls bietet sich die Ausbringung von Mg-haltigen K-Düngern oder von Mg-S-Düngern (Kieserit, Bittersalz) an.
PK Grundlage der P- und K- Düngung sind die Bodenuntersuchungen und die Entzugswerte. Raps benötigt zur Bildung von Korn und Blattmasse eine hohe Kalimenge. Da Rapsstroh auf der Fläche verbleibt, müssen diese Nährstoffe jedoch im Verlauf der Fruchtfolge wieder eingerechnet werden.
Bor In den letzten Jahren konnte im Frühjahr verstärkt das Auftreten von
Verbräunungen zwischen Wurzelhals und Spross beobachtet werden.
Dieses ist auf eine mangelhafte Borversorgung im Herbst zurück zu führen. Empfehlung: 200 bis 250 g/ha Bor im Herbst zu düngen