Allgemeine Hinweise zur N-Düngung von Winterraps
   

Ertragserwartung

Gesamt-Sollwert für zwei Stickstoffgaben inkl. Nmin und N-Menge im Bestand (inkl. Herbst)
(kg N/ha)

bis 30 dt/ha

200

zwischen 30 und 35 dt/ha

230

zwischen 35 und 40 dt/ha

260

zwischen 40 und 45 dt/ha

290

zwischen 45 und 50 dt/ha

310

mehr als 50 dt/ha

330

Stickstoffmenge im Bestand

Entwicklung des Bestandes bis… … Ende Februar
(kg N/ha)
…Ende März
(kg N/ha)
Bestand schwach 20 30
Bestand mittel 40 60
Bestand  kräftig 60 80
  • Vom Gesamt-Sollwert wird die N-Menge im Bestand abgezogen, siehe vorstehende Tabelle (= Bodensollwert).
  • Anschließend wird der pflanzenverfügbare Stickstoff (Nmin Wert des LHL Prüfberichtes oder Referenzfläche) vom Bodensollwert abgezogen.

Beispiel:

  Berechnung
(kg N/ha)
Gesamt-Sollwert bei mehrjähriger Ertragserwartung von 43 dt/ha 290
- N-Menge im Bestand bei einer Bestandesentwicklung bis Mitte März: kräftig - 80
= Bodensollwert 210
- Nmin - 38
= Empfehlung 1. Gabe und 2. Gabe = 172

  

  • Die empfohlene N-Düngermenge kann je nach Düngungszeitpunkt und Bestandesentwicklung als einmalige Gabe oder aufgeteilt in zwei Gaben ausgebracht werden. Die Aufteilung zwischen den Gaben kann im Verhältnis 50 % : 50 % erfolgen oder auch etwas davon abweichend
    (z.B. 60 % : 40 %).
  • Die erste Gabe ist möglichst zu Vegetationsbeginn zu geben, da N-Aufnahme und Wachstum des Rapses schon bei niedrigen Temperaturen einsetzen. Die zweite Gabe sollte ca. 4 - 5 Wochen später ausgebracht werden.
  • Die Aufteilung der N-Düngung ist zu empfehlen, da:
    • a) mit der 2. N-Gabe eine Anpassung an die aktuelle Entwicklung der Jahreswitterung vorgenommen werden kann,
    • b) die Gefahr von möglichen N-Verlusten bei einer einmaligen, frühen und hohen N-Ausbringung verringert wird und
    • c) die 1. N-Gabe mit einem schwefelhaltigen N-Dünger gleichzeitig den S-Bedarf des Bestandes decken kann.