Es
gibt viele persönliche Gründe, Bienen zu halten. Meist wird
das besondere, faszinierende und immer wieder neue Naturerlebnis mit
Bienen und die damit verbundenen Blütenwelt genannt. Mancher
Gartenbesitzer hat am mangelnden Fruchtertrag die fehlenden Blütenbesucher
bemerkt und mit eigenen Bienenvölkern Abhilfe geschaffen. |
Auch
von den sanftesten Bienenvölker erhält man hin und wieder
einmal einen Stich. Dieser ist immer -- aber meist nur
für wenige Minuten- schmerzhaft. Dabei kommt es zu einer lokalen
Schwellung. Dies ist normal und lässt nach etwa zwei Tagen nach.
Bei den meisten Imkern wird diese Reaktion in den ersten Jahren schnell
geringer, da der Körper lernt, die Giftstoffe abzubauen. Als
Interes-sent an den Bienen sollte man prüfen, ob man nicht zu
den wenigen Menschen gehört, die auf einen Bienenstich lebensbedrohend
allergisch reagieren. |
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Bienenhaltung hat einen
hohen Freizeitwert -und im kleinen Maßstab betrieben- wird
nur wenig Zeit benötigt: Etwa 15 Stunden je Volk
und Jahr und nur etwa drei bis fünf Stunden direkt an den Völkern
sind erforderlich. Die Betreuung erfolgt nur sporadisch: Im Mai
bis Anfang Juli etwa einmal wöchentlich, in der anderen Zeit
in größeren Abständen.
Die Honigbiene ist im erheblichen Maße von Klima- und Umwelteinflüssen
und vom Nahrungsangebot in der Natur abhängig. Sie ist ein
freilebendes Tier, das bei entsprechenden Bedingungen alleine überlebensfähig
ist, wenngleich die Honigbiene ohne Bereitstellung von Nistmöglichkeiten
in ihrer Existenz gefährdet wäre.
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Die
Bienenhaltung vergangener Zeiten mit stabilem Wabenwerk in hohlen
Baumstämmen oder Körben wurde abgelöst von mobilem
Wabenwerk in beweglichen Rähmchen in Holzkästen.
In
Deutschland und weltweit hat sich dabei das sogenannte Magazin,
eine einfach gebaute, sehr anpassungsfähige Kastenform durchgesetzt.
Das Halten von Bienen ist grundlegend abweichend von anderen Haustieren:
Die Honigbienen sind trotz geringen genetischen Veränderungen
(Sanftmut, Honigertrag, Schwarmneigung) nicht vollständig domestiziert.
Der menschlichen Einfluß beschränkt sich im positiven Sinne
darauf, Nistmöglichkeiten zu schaffen, Nahrungsquellen
zu erschließen oder Ersatz (Fütterung) anzubieten
und die Abwehrkräfte des Bienenvolkes zu stärken oder Krankheiten
abzuwehren. |
Für
die Betreuung der Bienen haben sich Imker sogenannte Betriebsweisen
ersonnen: Mit bestimmten Arten der Völkerführung versucht
man mehr Honig zu ernten und den Vermehrungstrieb zu kanalisieren
->Schwärmen. Heute wird eher naturnah geimkert,
die Eingriffe beschränken sich darauf, dem natürlichen Entwicklungsverlauf
eines Bienenvolkes zu folgen und diesen zu unter-stützen. |
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